Unsere Debüt-CD `The Arrival of Night` von GENUIN Classics produziert, erscheint offiziell am 7. November!
Vorbestellung via info@flexensemble.com

`The Arrival of Night`


Drei Musikstücke, die wir lieben, die Chance, sie alle aufzunehmen – und dann dämmerte es uns, dass alle drei Stücke auf eine Weise mit dem Thema „Nacht“ zu tun haben.

In den „King of the Sun“ von Stephen Hartke haben wir uns gleich beim ersten Hören verliebt. Es hat großen Spaß gemacht, das Stück zu studieren und mehr über diese Musik herauszufinden. Die einzelnen Sätze sind nach Gemälden von Joan Miró betitelt, und das musikalische Material stammt aus dem spätmittelalterlichen Kanon „Le ray au soleyl“. Mirós Bilder zu betrachten und den Kanon zu hören hat uns enorm dabei geholfen, die vielen verschiedenen Charaktere und Stimmungen einzufangen. Hartke drückt es so aus: „Die Malerei Mirós ist sowohl skurril als auch ernst, und ich habe versucht, dasselbe in meiner Musik zu erreichen.“ Die surrealistische Mannigfaltigkeit der Farben und Stile, die von der Gregorianik bis zum Jazz reichen, ist etwas, das wir bei diesen Stücken sehr genossen haben. Der Titel unserer CD bezieht sich auf den letzten Satz des Werkes: „Menschen und Vögel, jubelnd beim Anbruch der Nacht“. Die gesamte Komposition passt perfekt zu diesem Thema, denn, um noch einmal mit Stephen Hartke zu sprechen, „die meisten der Sätze spielen – seltsam genug für ein Stück, das ‚Der König der Sonne‘ heißt, – drinnen oder bei Nacht.“

Astor Piazzollas Teufelsstücke sind Ende der 50er-Jahre entstanden. Piazzolla war noch sehr jung, als er anfing Bandoneon zu spielen und den Tango kennenlernte. Mit nur 28 Jahren entschied er sich dann, die Tango-Musik und das Bandoneon ganz aufzugeben und sich stattdessen auf klassische Musik, Jazz und auf das Komponieren zu konzentrieren. 1954 erhielt er die Gelegenheit, in Frankreich bei Nadia Boulanger zu studieren. Dort spielte er seine musikalische Vergangenheit zunächst herunter, aber als er schließlich einen seiner Tangos vorführte, sagte Boulanger zu ihm: „Astor, deine klassischen Stücke sind gut geschrieben, aber das hier ist der wahre Piazzolla – lass ihn niemals hinter dir.“ Nach diesem Erlebnis entwickelte er einen einzigartigen musikalischen Stil, der die klassische Musik mit dem Tango verbindet; diese drei teuflischen Stücke sind ein großartiges Beispiel. Man stellt sich die Musik vielleicht am ehesten in dunklen Tango-Clubs vor; tatsächlich aber wurde sie in großen Konzertsälen aufgeführt (z.B. 1965 in der Philharmonic Hall New York). Die drei Teufelsstücke (ein weiterer subtiler Verweis auf unser Thema) stellen eine kostbare Erweiterung unseres Repertoires dar. Mit Elsbeth Moser hatten wir eine wunderbare Zeit auf der Suche nach dem richtigen Groove – und nach dem Teufel in uns.

Um das Leben von Brahms und um seine Gemütslage zu der Zeit, als er das Klavierquartett in c-Moll schrieb, ranken sich viele dramatische Geschichten. Was wir wissen: Er begann mit der Arbeit an diesem Quartett, als er erst 23 Jahre alt war. Über einen Zeitraum von zwanzig Jahren transponierte er es von cis- nach c-Moll, fügte einen Satz hinzu (das Scherzo), komponierte ein gänzlich neues Finale und hörte nicht auf, die anderen Sätze zu überarbeiten. Er bezeichnete das Stück als „zur Hälfte alt, zur Hälfte neu – es taugt also der ganze Kerl nichts!“ Emotional war diese Lebensphase sehr schwierig für Brahms. Er war hin- und hergerissen zwischen seiner Freundschaft mit Robert Schumann und der hoffnungslosen Liebe zu Clara Schumann. Es gibt eine direkte Anspielung auf Goethes Werther, den romantischen Helden, dessen Liebe unerwidert bleibt und der schließlich Selbstmord begeht. Brahms schrieb an seinen Verleger: „Außerdem dürfen Sie auf dem Titelblatt ein Bild anbringen! Nämlich einen Kopf mit der Pistole davor. Nun können Sie sich einen Begriff von der Musik machen!“ Unser Thema „Nacht“ bezieht sich auch auf diese dunkle Zeit in Brahms’ Leben. Wenn wir sein Stück spielen, staunen wir jedes Mal aufs Neue über die Tiefe, die Schönheit der Melodien und die unglaubliche Architektur. Es ist schwer, von diesem Werk nicht berührt zu werden; oft spielen wir es als letztes Stück in unserem Programm. Bis jetzt haben wir noch keine Zugabe gefunden, die geeignet wäre, im Anschluss daran zu erklingen.

Die CD bietet eine Auswahl dessen, wonach das Flex Ensemble in der Musik sucht. Neben den großen Werken für Klavierquartett wollen wir jene Stücke finden, die uns und das Publikum neugierig machen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Musikern gehört zu unseren Zielen. Wir hoffen darauf, diesen Weg fortzusetzen, um noch viele weitere Schätze zu entdecken und zu präsentieren

Stephen Hartke (1952)

THE KING OF THE SUN (1988)
Tableaux for Violin, Viola, Cello, and Piano

Astor Piazzolla (1921 - 1992)

Tango Diablo
Vayamos al Diablo
Romance del Diablo

Arrangement: Konstantinos Raptis
Bajan: Elsbeth Moser

Johannes Brahms (1833 - 1897)

Piano Quartet No. 3 in C-minor, Op. 60

Erlebniskonzert Fiona Farbe



Die spannende Geschichte Fiona Farbe mit wundersamen Bildern von Margriet Leemans wird Bild für Bild auf eine Leinwand projiziert und dabei mitreißend schauspielerisch und musikalisch erzählt. Die vier Musiker des Flex Ensembles interagieren mit den Kindern und lassen sie ganz aus der Nähe erleben, welche aufregenden Klänge sich mit ihren Instrumenten Klavier, Geige, Cello und Bratsche erzeugen lassen. Dies ermöglicht den Kindern sogar mitzutanzen und zu singen, wenn ihnen danach ist. Die Kombination von Kunst und Musik stimuliert der Fantasie und fördert die emotionale Entwicklung. Die Kinder erfahren durch die Geschichte Empathie und lernen, Gefühle wahrzunehmen und Probleme zu lösen.
Ein Feuerwerk der Fantasie!

Zielgruppe: Kinder von 3 bis 9 Jahren
Dauer: 35 Minuten


Was ist Surrealismus? - Kunst und Musik



Die vier Musiker des Flex Ensemble spielen Teile eines Klavierquartetts des Amerikanischen Komponisten Stephen Hartke. Ein 1988 komponiertes Werk mit einer surrealistischen Mannigfaltigkeit von Farben und Stilen, die von der Gregorianik bis zum Jazz reichen mit sehr spannenden Effekten und Spieltechniken. Die einzelnen Sätze sind nach Gemälden von Joan Miró betitelt. Die Schüler hören zu und zeichnen gleichzeitig was sie hören und dabei fühlen. Die Fantasie ist grenzenlos! Später werden die Bilder und Titel von Miró gezeigt und so wird das Stück durch die Zeichnungen der Schüler noch einmal gespielt. Wie sieht es jetzt aus?

Zielgruppe: Ab 1. Klasse
Dauer: 45 Minuten


Flex Ensemble freut sich auf weiteres Interesse von Kindern, Eltern und von Erziehern und Erzieherinnen aus den Kindergärten und Grundschulen. Buchungsanfragen zum Stück und weitere Informationen unter Mail und telefonisch unter 017662409992.

Kana Sugimura, Violine
Anna Szulc-Kapala, Viola
Martha Bijlsma, Cello
Endri Nini, Klavier


Als Gewinner des Gianni Bergamo Classic Music Award 2015 in Lugano hat sich das Flex Ensemble in kürzester Zeit als eines der dynamischsten Ensembles seiner Generation etabliert. Bereits im Jahr nach der Gründung wurde ihm der 1. Preis des Internationalen Schumann Kammermusikpreises in Frankfurt verliehen, wo es außerdem einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Schumann erhielt. Weitere Auszeichnungen und Preise gewann das Ensemble beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Kiejstut Bacewicz in Łódź/Polen, beim Premio Trio di Trieste/Italien und bei der Solti Foundation in England. Auf diesen Erfolgen aufbauend, trat das Quartett unter anderem in Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Alten Oper Frankfurt, Beijing Performing Arts Center, der Meistersingerhalle Nürnberg und bei Festivals wie dem Festival de Musique de Menton, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem Heidelberger Frühling und dem Prishtina International Music Festival auf.
Viele dieser Konzerte sind vom SWR, NDR Kultur und vom niederländischen Radio 4 aufgenommen oder live übertragen worden.

Die Hingabe des Flex Ensembles zur großen Quartettliteratur ergänzt sich im Wunsch des Quartetts, Künstler und Zuhörer gleichermaßen durch regelmäßige Uraufführungen neuer vom Flex Ensemble in Auftrag gegebener Werke zu bereichern. Die Programme schließen Weltpremieren von Victor Kioulaphides’ ‘Mandolin Quartet’ (mit Mandolinist Alon Sariel) und dem Streichtrio ‘Dardania Sacra’ von Kreshnik Aliçkaj ein. 2016 werden sie eine Premiere eines Werkes von Marton Iles, komponiert im Auftrag des Flex Ensembles und Akkordionspielering Moser, aufführen. Das Quartett kollaboriert mit einer Reihe von namhaften Künstlern wie Wolfgang Güttler (Kontrabass), Oliver Wille (Violine) und Kostas Raptis (Bandoneon).
Zusätzlich zu ihren Konzerten kreieren und spielen die Mitglieder des Flex Ensembles musikalische Programme für Kinder. Sie besuchen Schulen und geben Kindern die Möglichkeit, Kammermusik aller möglichen Stilrichtungen und Charaktere zu erleben.

Die Mitglieder des 2012 gegründeten Flex Ensembles studieren an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und werden intensiv von Oliver Wille betreut. Die Mitglieder haben eine Reihe von inspirierenden Meisterkursen unter Eberhard Feltz, Mark Gothoni und Konrad Elser, um nur einige zu nennen, absolviert. Sie sind Stipendiaten der Villa Musica, wo sie mit einflußreichen Mentoren wie Günther Pichler, dem Artemis Quartett und dem Julliard String Quartet gearbeitet haben.

Im Herbst 2014 hat das Flex Ensemble sein CD Debüt “The Arrival of Night” mit Werken von Brahms, Piazzolla und Hartke beim Label GENUIN Classics veröffentlicht. Die Kritiken lauteten: "Welch ein Debüt" (Rhein-Main-Magazin), "Eine gute Produktion, die Lust darauf macht, mehr vom Flex Ensemble zu hören." (Das Orchester), "Elegant bis elegisch, ein wunderbar miteinander harmonisierendes Ensemble" (hr2-Kultur), "Überwältigend! Wahrlich alle drei Werke auf der CD wurden transzendent interpretiert!" (Komponist Stephen Hartke).

Das Flex Ensemble ist Gründer und künstlerischer Leiter des seit 2014 jährlich stattfindenden Chamber Music Fest.


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